B ü r g e r i n i t i a t i v e  S a u b e r e  E n e r g i e
C h r o n o l o g i e  2007
Juni

Die BKW FMB Energie AG wird als Investor für das geplante Steinkohlekraftwerk benannt.
Der Scoping Termin, damit erste vorbereitende Maßnahmen für die Genehmigung des Kohlekraftwerkes findet statt.
Juli
Erste Treffen zur Vorbereitung der BI Gründung.
Auch in den Niederlanden formiert sich der Widerstand.
August
Erste Aktionen der BI, Autos werden mit schwarzen Planen verhüllt.
Die Gemeinde Dörpen verteilt ein Infoblatt an die Haushalte der Samtgemeinde, die dort angeführten Argumente werden von der BI kommentiert und widerlegt.
September
Das Greenpeace Schiff Beluga II legt im Papenburger Hafen an.
Die BI wird offiziell am 4.9 gegründet, Sprecher Horst Albers, Helga Bahlmann, Eggo Agterof, Schatzmeister Bernd Albers.
Fahrradtour nach Bourtange mit Infostand der BI.
Gemeindevertreter kommen begeistert von ihrer Besichtigungstour in Bergkamen zurück.
Oktober
Die FDP veranstaltet einen Energiekongress mit Podiumsdiskussion, die BI ist auch auf dem Podium vertreten.
Ebenfalls bei der Podiumsdiskussion der Jungen Union ist die BI auf dem Podium vertreten.
NDR 1 ist zu Gast in Dörpen, auch hier wird über die Pläne zum KKW diskutiert.
November
In Ensdorf Saarland sprechen sich die Bürger im Rahmen einer Bürgerbefragung mit großer Mehrheit gegen den Bau eines Kohlekraftwerks aus.
Dezember
Zwei BI Mitglieder fahren in die Schweiz und nehmen an einer Aktion der schweizerischen Energiestiftung SES teil. Der BKW werden Ruten überreicht.
Podiumsdiskussion zur Landtagswahl in Dörpen.
Der erste öffentliche Termin für die Bauleitplanung findet statt.
Aktion mit 311 schwarzen Luftballons zum Klimaaktionstag am 6.12. in Dörpen.
Die SPD Dörpen will die weiteren Planungen für den Bau des KKW nicht mehr mittragen.
Die Gemeinde verkauft das Grundstück an den Investor.
Bei einer Kundgebung mit 200 Teilnehmern auf dem Rathausplatz werden symbolisch Häuser zum Verkauf angeboten.
***
C h r o n o l o g i e 2008
Januar
11.050 Unterschriften werden in Dörpen unter Anwesenheit von 500 Zuschauern übergeben.
Landtagswahl Bernd Busemann verliert in einzelnen Orten bis zu 47%. Die Wahlbeteiligung ist mit 57% bedauerlich niedrig. Gitta Connemann freut sich über den Erfolg von Busemann ...
Surwolder Ortsgruppe der BI wird gegründet.
Februar
Die Gemeinde Dörpen betreibt Zahlenakrobatik und rechnet sich die Ergebnisse der Unterschriftensammlungen schön.
Bei der Eröffnung des Infozentrums der BKW ist für Hermann Bröring der Klimawandel nur eine Zeitgeistströmung.
Bürgerversammlung in Neulehe.
Mit einer Resolution biedert sich der Kreistag Emsland mit den Stimmen der CDU und FDP bei der BKW an.
Prof. Olav Hohmeyer referiert in beeindruckender Weise über den Klimawandel.
März
Nach Esterwegen und Surwold gründen sich auch in Papenburg und Bockhorst Ortsgruppen der BI.
In einer Mitgliederversammlung werden Jan Deters-Meissner und Inge Stemmer zu neuen Sprechern der BI bestimmt. Horst Albers und Helga Bahlmann waren aus beruflichen Gründen zurückgetreten.
Gemeinderat Sögel sieht sich nicht in der Lage, eine Stellungnahme zum KKW abzugeben.
Montagsdemo in Esterwegen mit 500 Teilnehmern.
Die Regierung des Kantons Bern lehnt die Kohlepläne "Ihrer" Firma ab. Die BKW muss sich einen Partner suchen und darf nicht die Mehrheit am Projekt behalten.
Für Hermann Bröring arbeitet die BI umweltschädigend, da sie nicht für den Bau eines neuen Kohlekraftwerks ist ...
Die BI verpflichtet Fachanwalt Thomas Rahner.
April
Klimacenter in Werlte eröffnet, Hermann Bröring ist sauer ... und schreibt einen Leserbrief.
Prof. Grupen referiert in Papenburg über die Gefahren eines KKW.
Die BI kündigt ihre Demo am 1.6.2008 an.
Ortsgruppe Sögel wird gegründet.
Ortsgruppe Bockhorst übergibt Petition mit 75% der Einwohner ab 14 an den Rat.
Ortsgruppe Esterwegen übergibt Petition mit 2500 Unterschriften.
Die Errichtung eines 800 bis 900 MW Steinkohlekraftwerkes mit Dampfauskoppelung in Dörpen wird im Amtsblatt der EU öffentlich ausgeschrieben. Vertragslaufzeit: Beginn 2.2.2009, Ende 30.6.2014.
Mai
Lehe: 411 Unterschriften werden an den Rat übergeben.
Die BI Sprecher fahren nach Bern, um anlässlich der Aktionärsversammlung der BKW gegen das Projekt zu protestieren. Sie werden unterstützt von Großräten des Berner Parlaments.
Die CDU-Spitze des Emslands sieht sich zu einer Pressekonferenz genötigt.
In Neubörger wird eine Ortsgruppe gegründet.
160 Ärzte und Heilberufler übergeben in Dörpen ihre Stellungnahme gegen das geplante Kraftwerk.
Der Gemeinderat Bockhorst nimmt einstimmig die Petition der BI gegen das Kraftwerk an.
Bürgermeister Wacker aus Dörpen hält es für erforderlich, auf die Entscheidung der Bockhorster mit einer ganzseitigen Zeitungsanzeige zu antworten.
60% der Surwolder ab 14 sprechen sich gegen das Kraftwerksprojekt aus. Die Petitionen werden an den Rat übergeben.
In Neulehe werden die Unterschriften von 440 Bürgern an den Rat übergeben. 70% der Einwohner ab 14 sprechen sich gegen das Kraftwerk aus.
Prof. Kuhnke, Solarverein Osnabrück und Carlo Reeker vom Windenergieverband informieren über alternative Energieerzeugung.
Der Gemeinderat Lehe nimmt die Petition der BI mit Mehrheit an.
Juni
Dem Neubau von Kohlekraftwerken die Rote Karte zeigen.
Demo mit fast 5.000 Teilnehmern Ein riesiger Erfolg der BI!
In Papenburg werden über 5.000 Unterschriften gegen das Kraftwerk übergeben. Gesammelt wurde nur in einigen repräsentativen Wahlbezirken.
Bürgerversammlung in Surwold.
828 Einwohner also 61% haben in Neubörger die Petition der BI unterzeichnet.
Bernd Busemann fährt nach Bern und wird dort freundlich empfangen und nicht wie die BI Mitglieder von Sicherheitskräften bewacht ...
Der Papenburger Rat lehnt die Petition der BI ab.
Ohne große Diskussion oder Begründung weist der Rat Dörpen die Eingaben der Räte aus den Nachbargemeinden Lehe und Bockhorst ab.
Parteitag der CDU: Bernd Busemann will bis November Ruhe haben. W. Gebken darf gegen den Willen von Heinrich Hövelmann doch reden.
Juli
Der Rat Esterwegen nimmt einstimmig die Petition der BI an (einige CDU-Mitglieder haben sich der Stimme enthalten).
Der Samtgemeinderat Werlte lehnt einen Antrag ab, sich gegen die Kraftwerkspläne auszusprechen.
August
Jürgen Adam fährt mit dem Fahrrad von Esterwegen nach Bern und übergibt bei der BKW einen Eimer Kohle. Begleitet wird er von weiteren Vertretern der BI.
Die Zusammenarbeit mit der Klima Allianz wird bekannt gegeben. Die Klima Allianz wird die BI in vollem Umfang unterstützen.
Die Räte von Neulehe und Neubörger besichtigen das Kraftwerk in Wilhelmshaven.
In Börger hat die neu gegründete Ortsgruppe der BI innerhalb kürzester Zeit 1.142 Unterschriften gesammelt, rund 48 % der Einwohner über 14 haben sich damit gegen das Kraftwerk ausgesprochen.
September
Die Gemeinde Dörpen will einen eigenen Gutachter zur Überprüfung der von der BKW vorzulegenden Papiere beauftragen.
Rechtsanwalt Thomas Rahner informiert über rechtliche Möglichkeiten sich in den verschiedenen Verfahren gegen das Kraftwerk auszusprechen.
Ökostromparty der BI bei Hermann Grote in Wippingen. Die BI ruft auf, zu einem Stromanbieter mit 100% Ökostrom zu wechseln.
Nach den Ortsvereinen Surwold und Börger lehnt nun auch die SPD Lathen den Bau des Kraftwerks ab.
Der Rat der Gemeinde Dörpen weist den Antrag der Gemeinde Esterwegen mit dem Stimmen der CDU ab.
40 BI Mitglieder nehmen an der Demo in Hanau teil, zu der die Klima Allianz aufgerufen hat.
Oktober
Der Kohlosaurus macht Station in Dörpen und lockt Hunderte Zuschauer an. Die Aktion wird von campact, Wir Klimaretter, DUH und der Klima Allianz getragen. Die BI Sprecherin Inge Stemmer vertritt bei der Auftaktveranstaltung in Berlin die Bürgerinitiativen.
Bernd Buseman reagiert äußerst gereizt auf eine Gruppe Demonstranten anlässlich der Kandidatenkür der CDU für die Bundestagswahl. Die Forderung nach einer Bürgerbefragung lehnt er mit unsinnigen Argumenten ab.
Die Gutachten der BKW werden im Rahmen einer Bürgerversammlung vorgestellt. Begründete Zweifel der Anwesenden können auch von den vielen Experten nicht ausgeräumt werden. Die Gutachten werden auch der BI vollständig zur Verfügung gestellt.
November
Enercon gibt bekannt in Haren eine Fertigung aufbauen zu wollen. Bis zu 1.000 neue Arbeitsplätze sollen geschaffen werden.
Vom 7.- 9. November veranstaltet die BI die Aktionstage unter dem Motto Klima und Zukunft.
Die BKW drückt sich vor der Beteiligung an einer Podiumsdiskussion und verbreitet eine Falschmeldung.
Bernd Busemann meldet sich mit fadenscheiniger Begründung ebenfalls ab.
Der Rat der Gemeinde Börger nimmt die Petition der BI an und spricht sich gegen das Kraftwerksprojekt aus.
Der Rat der Gemeinde Surwold vertagt die Abstimmung über die Petition der BI. Es soll erst ein eigener Gutachter eingesetzt werden.
Das Ausschreibungsverfahren für das Kraftwerk wird vorerst eingestellt. Eine Entscheidung soll im ersten Halbjahr 2009 gefällt werden.
Dezember
Mitglieder der BI folgen am 5.12. einer "Einladung" der BKW zur Weihnachtsfeier in
Bern. Am Vorabend des Klimaktionstages demonstrieren BI Mitglieder zusammen mit
Schweizer Freunden vor dem Sitz der BKW in Bern.
Enercon Gründer Wobben hält vor Unternehmern und CDU Politikern in Werlte einen
beeindruckenden Vortrag. Der Neubau von Kohlekraftwerken ist nach seinen Worten
"Sünde und unnötig". Hermann Bröring fällt dazu nichts Neues ein ...
BI bestellt eigenen Gutachter.
Informationsveranstaltung in Esterwegen.
Fackelaktion gegen Kohlekraftwerke in Bourtange/NL.
Der Gemeinderat Rastdorf spricht sich mehrheitlich gegen den Bau eines Kohlekraftwerkes in Dörpen aus.
UPM wird sich nicht am Kraftwerk beteiligen. Die "wirtschaftlichen Rahmendaten" haben UPM wohl nicht überzeugt.
***
C h r o n o l o g i e 2009
Januar
UPM wird keine Energie vom geplanten Kraftwerk abnehmen und will keine Kraft-Wärme-Kopplung: "Energie aus Kohle ist für uns die schlechteste Variante für die Lösung unseres Problems hoher Energiekosten."
Busemann will Basisdiskussion über Industrieansiedlungen ... Wir warten vergeblich auf die Einladung.
Busemann wird anlässlich des Neujahresempfangs der CDU in Surwold von BI Mitgliedern der "Schlüssel" von Nordland zurückgegeben. Busemann findet es geschmacklos ... Bröring mahnt (mal wieder) zur Sachlichkeit ...
Dr. Hermann Kruse referiert in Neulehe über Schadstoffe aus Kohlekraftwerken.
Die BKW arbeitet die lange Liste von Interessenten am Projekt ab: RWE – EWE – die Bahn ... Fortsetzung folgt.
Die BKW wird in der Schweiz für den Public Eye Award nominiert.
Benefizrockparty in Neulehe
Ortsgruppenvertreter der BI überreichen eine Resolution an Bürgermeister Wacker, mit der Forderung endlich die Planungen einzustellen.
BI Mitglieder demonstrieren bei der Eröffnung des EWE-Büros in Berlin.
In Davos wird die BKW mit dem Public Eye Swiss Award ausgezeichnet, einem Schmähpreis für verantwortungsloses Konzernverhalten.
Vor dem BKW-Büro in Dörpen wollen BI Mitglieder der BKW zum Preis gratulieren, die BKW hat mal wieder keine Zeit ...
In Haren soll ein Erdwärmekraftwerk entstehen, direkt an der niederländischen Grenze.
Februar
Trotz Information durch die Sögeler BI Mitglieder kann sich der Rat Sögel immer noch nicht entscheiden, ob er für oder gegen das Kraftwerk ist.
Der Kirchenkreistag Emsland-Bentheim spricht sich mehrheitlich gegen das Kohlekraftwerk in Dörpen aus.
Die BI will politisch unabhängig bleiben.
Mitgliederversammlung der BI.
Infoveranstaltung der BI in Rastdorf.
Prof. Dr. Ewers stellt das Gutachten vor, dass er im Auftrag der Gemeinde Surwold erstellt hat. Der Gutachter stellt fest: Die Feinstaubbelastung wird ansteigen, bereits bei einem geringen Anstieg ist mit einer um 1-2% höheren Sterblichkeit zu rechnen. "Sie können in Surwold mit einem Toten mehr rechnen."
BI Mitglieder nehmen an der Demonstration in Brunsbüttel teil.
Prof. Schuller stellt das Gutachten der BI vor. Sein Fazit: Die Gutachten der BKW sind schlampig gemacht, enthalten viele Fehler, viele Dinge fehlen. Auch er spricht die gesundheitlichen Gefahren durch erhöhte Feinstaubbelastung an.
Hermann Bröring spricht mal wieder von Zeitgeistströmungen, von denen sich der Kreistag nicht beeinflussen lasse ...
Beim Karnevalszug in Papenburg ist auch ein schöner Motivwagen der Papenburger Ortsgruppe dabei, das "Hermanns-denk-mal" schafft es allerdings erst nach mehrfacher Aufforderung auch in die Bildergalerie der Ems-Zeitung.
11: 4 Der Gemeinderat Surwold nimmt die Petition der BI an, Bürgermeister Grote erklärt dies Ergebnis zu gleich auch zu einer Grundsatzentscheidung gegen das Kraftwerk.
Standing Ovation bei einer Ratssitzung hat er aber auch noch nicht erlebt ...
Die BKW nimmt in der Schweiz den Public Eye Swiss Award nicht an. Nur der Pressesprecher der BKW stellte sich dem Rapper Greis und Inge Stemmer, in Bern. Jetzt wird sich Kurt Rohrbach, CEO der BKW doch noch einer kritischen Presse stellen müssen. Versprochen Herr Rohrbach, wir kommen wieder ...
März
Die Gemeinde Dörpen meint die Gutachten von zwei Professoren besser zu verstehen wie die beiden Fachleute. Ein langer Brief an die Nachbargemeinden soll die Räte beruhigen.
Bernd Busemann will keinen Schnüffelstaat ... Die Feinstaubbelastung in der Region sei mit oder ohne Kraftwerk nicht zu hoch.
Die CDU-Fraktion Dörpen fordert eine Einhausung der Kohlehalden, um die Feinstaubbelastung zu reduzieren.
Prof. Schuller weist Kritik an seinem Gutachten zurück.
Der Gemeinderat Neulehe lehnt die Petition der BI ab. 5 Ratsmitglieder verabschieden einen "Forderungskatalog", 3 wollen die Petition der BI annehmen, einer kann sich nicht entscheiden. Die Stimmen von 70% der Neulehern zählen offenbar nicht.
Neubörger, es wird der Forderungskatalog vom Vortag verlesen. Aber hier entscheiden 6 Ratsmitglieder für die Petition der BI, 3 wollen den Forderungskatalog. Wieder Standing Ovation in einer Ratssitzung.
Der Einstieg von EnBW in das Projekt Kohlekraftwerk Dörpen wird verkündet. EnBW will 75,1% an dem Projekt übernehmen.
Der Dörpener Gemeinderat lehnt die Forderung des Gemeinderates Surwold nach sofortiger Einstellung der Planungen für ein KKW ab.
Bürgermeister Wacker gibt in der Ratssitzung zu, einen Wortbruch begangen zu haben.
BI fordert Rücktritt Wackers.
Pastor Weusthoff : "Wenn Herr Wacker neue Argumente hat, dann soll er sie kundtun. Wenn er keine hat, muss er zu seinem Wort stehen und das Projekt ablehnen", fordert der Geistliche."
April
Bürgermeister Wacker tritt von allen Ämtern zurück; Begründung für ihn sind die Vorwürfe von Pastor Weusthoff.
Der CDU Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Heinrich Hövelmann beleidigt Pastor Weusthoff aufs Übelste. Landrat Bröring wirft der BI pauschal Beschimpfung und Verleumdung vor.
Mit 5:7 lehnt der Rat Lorup eine Petition gegen das KKW ab.
Misereor und Oxfam stärken Pastor Weusthoff den Rücken.
Der Kreistag Leer lehnt in einer Resolution Kohlekraftwerke im Jade-Ems Raum ab. Anschließend sind sich die Parteien nicht einig ob auch Dörpen (Ems) zum Jade-Ems Raum gehört.
Fackelzug in den Niederlanden gegen die Kraftwerke in Eemshaven.
Bi Mitglieder fahren zur EnBW Aktionärsversammlung und können in der Hauptversammlung als Aktionäre auch ihre Meinung äußern.
Busemann lehnt Gespräch mit BI ab; die BI fordert den Rat Dörpen zum Dialog auf. Keine Antwort ...
Kreisparteitag der CDU, Busemann spricht in Zusammenhang mit der BI vom Druck der Straße, der nicht die entscheidende Instanz sei.
Die Ortsgruppen Werlte, Sögel, Lathen und Werpeloh schließen sich zur OG-Hümmling zusammen.
Die BKW nimmt in Bern den Public Eye Swiss Award an, BKW Verwaltungsratspräsident Kilchenmann reagiert ungehalten auf die Fragen von Greenpeace Aktivisten und BI Mitglied Inge Stemmer auf der Aktionärsversammlung.
Mai
Zwei Mitglieder der Emdener BI Saubere Luft machen in einer Radtour auf die geplante Demo in Emden aufmerksam. Ziel der Radtour: die KKW-Standorte Wilhelmshaven, Stade, Brunsbüttel, Eemshaven, Emden.
Die im Dekanat Emsland Nord vertretenen Priester und hauptamtlichen Mitarbeiter plädieren für eine Bürgerbefragung in Dörpen und mahnen Gesprächsbereitschaft an. Sie weisen ausdrücklich auf das Motto Klimaschutz und Gerechtigkeit hin.
CDU Ortsverein Dörpen positioniert sich klar für das KKW.
Treffen mit Vertretern des Umweltministeriums in Hannover.
Ein neuer Gutachter für die Gemeinde kann nicht jegliche gesundheitliche Gefährdung durch das KKW ausschließen.
Kreistag Leer nimmt Dörpen in seine Resolution gegen Kohlekraftwerke auf.
17.Mai Teilnahme an der Demo in Emden gegen die Kohlekraftwerke an der der Nordseeküste.
18.5.2009 Ratssitzung in Dörpen, ein neuer Bürgermeister wird gewählt. In der Bürgerfragestunde wird die Frage nach dem Auslegungsbeschluss ausweichend beantwortet.
Am nächsten Morgen steht in der Zeitung, dass die Auslegung in einer Ratsitzung in einer Woche beschlossen werden soll.
27.5.2009 Der Rat Dörpen beschließt die Auslegung des Bebauungsplans. BI Mitglieder singen nach der Bürgerfragestunde eine Stunde, der Beschluss wird daraufhin ohne Aussprache auf "Zuruf" gefasst.
Juni
Nochmals werden in Dörpen Unterschriften für die Petition (Bürgerbefragung) gesammelt.
Infoveranstaltung der OG-Hümmling mit rd. 200 Besuchern.
Die Einwendungsfrist gegen den B-Plan beginnt.
Talkrunde in der Dörpener Aula mit Vertretern der Kirchen, die sich klar für eine Bürgerbefragung aussprechen. CDU Vertreter waren geladen, kommen aber nicht zur Veranstaltung.
Die Dörpener OG überreicht über 2.000 Unterschriften an Bürgermeister Schneider.
Einen Abordnung der BI ist zu Gast beim 3N Klimacenter in Werlte.
Die Gemeinde Dörpen wertet die Unterschriften aus, kommt zu dem Ergebnis, dass die Mehrheiten nicht erreicht werden und erklärt es gibt keine Bürgerbefragung. Hansen behauptet die Bürgerbefragung wäre rechtlich gar nicht möglich. Eine Überprüfung der Zählergebnisse durch die BI wird abgelehnt.
Juli
Der Kreistag Emsland begrüßt die Dörpener Pläne, es fehlen auffällig viele Kreistagsabgeordnete bei der Sitzung, BM Zumsande aus Lehe hält eine in hohem Maße unsachliche Rede.
Die SG Nordhümmling spricht sich mit einer Stimme Mehrheit dafür aus, eine ablehnende Stellungnahme zu den Dörpener Plänen abzugeben.
Die Stadt Papenburg sagt nach einem Abstimmungspatt gar nichts ...
Neubörger: Der Rat wendet sich erneut gegen die Kraftwerkspläne.
Neulehe: Wieder begrüßt der Rat die Dörpener Pläne.
Lehe: BM Zumsande erleidet Abstimmungsniederlage, eine deutliche Ablehnung der
Dörpener Pläne wird aber nicht beschlossen.
Surwold: Nochmals deutliche Ablehnung der KKW-Pläne.
Die BI legt der Gemeinde Dörpen über 7.000 Einwendungen vor. Insgesamt werden es über 8.000. Detaillierte Stellungnahmen von RA Rahner und von Seiten des BUND, NABU und DUH.
Morddrohungen gegen Dörpener Ratsmitglieder. Bröring, Hövelmann, Schneider greifen massiv die BI an, Hövelmann auch die Kirche.
Campact startet eine Aktion zur Bürgerbefragung in Dörpen unter dem Motto "Fragt uns".
23.7. Franz Alt in Sögel. EnBW Vertreter haben kurzfristig ihre Zusage an einer Diskussionsrunde abgesagt, CDU Vertreter hatten erst gar keine Zeit ...
(Teil 1)
Auch Aloys Wobben spricht auf der Veranstaltung in Sögel. Seine klare Aussage: Wenn das KKW in Dörpen gebaut wird, dann wird die Firma Enercon das Werk in Haren nicht bauen.
(Teil 2)
Die Äußerung von Aloys Wobben schlägt hohe Wellen in der norddeutschen Presse. Informationsveranstaltung in Haren.
August
Die Gemeinde Dörpen muss den angedachten Termin 11.8. für den Satzungsbeschluss absagen. Die offizielle Begründung wird erst auf Nachfrage der Presse und durch Andreas Hövelmann gegeben. 8.200 Einwendungen müssen sorgfältig bearbeitet werden, dies ist in 2 Wochen nicht zu schaffen. Diesmal hat sich Hansen nicht wie sonst üblich freudestrahlend an die Presse gewandt.
Heinrich Hövelmann wettert gegen Biogasanlagen, verkündet aber zugleich stolz Initiator der ersten Anlagen im Emsland zu sein.
BUND macht auf grobe Fehler im B-Planverfahren aufmerksam.
Der Verein "Mehr Demokratie" wirbt für eine Bürgerbefragung in Dörpen.
Campact stellt Rechtsgutachten zur Möglichkeit einer Bürgerbefragung in Dörpen vor.
Gemeinde Dörpen hat mal wieder genau gezählt und listet auf, woher die über 8.000 Einwendungen kommen, inhaltlich aber keine Antworten.
September
Geplante Demo in Haren wird abgesagt.
Bürgerprotest lohnt sich: Das Oberverwaltungsgericht Münster fällt zum Kohlekraftwerk
Datteln ein bemerkenswertes Urteil mit Ausstrahlung auf weitere Vorhaben.
Demo gegen Atommülllager im Salzstock Wahn.
Gespräch mit G. Connemann mit Hindernissen und ohne nennenswertes Ergebnis.
Ratssitzung in Dörpen mit feierlicher Bürgerwache: Die CDU-Mehrheit lehnt erwartungsgemäß
die Petitionen der Nachbargemeinde Neubörger ab und entscheidet sich
ebenso gegen eine Bürgerbefragung in Dörpen.
Eine engere Zusammenarbeit mit der BI Saubere Luft Ostfriesland wird vereinbart.
CDU Mitglieder, einschließlich Rudolf Seiters regen sich über die Wahlplakate der BI auf.
Wir sagen, Meinungsfreiheit gilt für jeden. Bundestagswahl. Wie schon bei den Wahlen vorher verliert die CDU Stimmen, 
Connemann gewinnt den Wahlkreis, es gibt eine CDU/FDP Regierung.
Deutsche Umwelthilfe veranstaltet Seminar: Mit gutem Recht gegen Kohlekraft. Bi Mitglieder nehmen teil.
Oktober
Bürgerprotest lohnt sich: Dong gibt die Pläne auf in Emden ein 1600-MW-Kohlekraftwerk zu bauen.
EnBW übernimmt 75,1% des Kohleprojekts wie im Frühjahr angekündigt. Außerdem wird EnBW die Projektleitung übernehmen.
Nuon wird kein Gaskraftwerk in Meppen Hüntel bauen. Nuon wird von Vattenfall übernommen, Vattenfall hat erhebliche Einbußen beim Stromabsatz zu verkraften.
November
Bürgerprotest lohnt sich: Das Mainzer Kohlekraftwerk liegt auf Eis, nachdem die Betreiber die Finanzierung nicht hinbekommen haben, wird ihnen nun auch die vorzeitige Baugenehmigung entzogen.
Landrat Hermann Bröring will im nächsten Jahr eine Klimaschutzinitiative für das Emsland starten.
Die Gemeinde Dörpen kündigt eine neue Auslegung der Bebauungspläne an. Die Urteilsgründe des OVG Münster werden berücksichtigt, zahlreiche Gutachten müssen ergänzt werden. Eine Kraft-Wärme-Kopplung soll als Auflage festgeschrieben werden.
Eine Kombination aus Gas- und Kohlekraftwerk ist jetzt geplant. Kein Wort zu den Einwendungen der beteiligten Bevölkerung, kein Wort zur Information der Bürger.
Nordland gibt bekannt, dass die Genehmigungsverfahren für ein eigenes Gaskraftwerk eingeleitet werden. Gemeinde und Landkreis sind offensichtlich überrascht von dieser Ankündigung.
In einer Pressemeldung von Landkreis und Gemeinde Dörpen heißt es nun, entweder ein Gaskraftwerk oder BKW / EnBW mit einem Kombi Gas-Kohlekraftwerk. Die Presse spricht vom Einstieg für den Ausstieg ...
Im Amtsblatt der EU wird eine Rauchgasentschwefelungsanlage für das KKW öffentlich ausgeschrieben.
Günter Wigbers, Samtgemeinde Sögel wirft der BI Untätigkeit vor. Wenn er sich da mal nicht täuscht ...
BI-Mitglieder protestieren in Berlin anlässlich des "Klimakongress" der EnBW.
Berlin, vor der schweizerischen Botschaft wird eine Kohlehalde aufgeschüttet. BI
Mitglieder aus Lünen, Brunsbüttel und Dörpen bitten in der Botschaft um "Klimaasyl".
Auch im ZDF Länderspiegel wird über Dörpen berichtet und Schatzmeister Bernd Albers mit Familie stellen im ARD Ratgeber ihr persönliches CO2 Sparprogramm vor.
Dezember
In einem offenen Brief fordert die BI die Gemeinde Dörpen und Landrat Bröring auf, Auskunft zu geben, wie es mit dem B-Plan weitergehen soll und was denn nun geplant ist. Antwort ... ?
Ratssitzung in Dörpen. Es wird mitgeteilt, dass der B-Plan Entwurf neu ausgelegt wird.
Es soll im B-Plan festgelegt werden, dass ein Gaskraftwerk 200 MW und ein Steinkohlekraftwerk 800 MW gebaut werden kann. Kraft-Wärme-Kopplung wird verlangt. KWK mit wem eigentlich ...?
Klimaaktionstag 2009 im Vorfeld des Kopenhagener Klimagipfels: 150 symbolische Windräder werden auf dem Baugelände in Dörpen aufgebaut. Ein "Energiepark Dörpen – ohne Kohle" entsteht.
Spiegel-Online hat ebenfalls Dörpen entdeckt und berichtet über den Systemkonflikt "Kohle oder Wind" – Umstieg auf erneuerbare Energie oder weiter wie bisher.
9. Dezember 2009 - 18:00 Uhr
EnBW und BKW geben das Ende des Projekts Steinkohlekraftwerk Dörpen bekannt.

In Mainz wird im Koalitionsvertrag der Neubau eines Kohlekraftwerks abgelehnt. Damit ist das Mainzer Projekt endgültig nicht mehr zu realisieren.
Landkreis und Gemeinde Dörpen beeilen sich zu betonen, der Protest der Bevölkerung sei ohne jegliche Bedeutung gewesen. Landrat Bröring erklärt in einem Interview, Steinkohlekraftwerke ohne Kraft-Wärme-Kopplung sind nicht mehr wirtschaftlich, damit werde das Emsland als Standort eines StKKW nicht in Frage kommen.
Bürgerprotest lohnt sich: Dong gibt bekannt, dass das 1.620 MW Kraftwerksprojekt in Lubmin nicht weiterverfolgt wird.
Die Ausschreibungen für das KKW Dörpen werden im Amtsblatt der EU annulliert.
Heinrich Hövelmann erweist sich einmal mehr als politischer Brandstifter und greift alle an, die ihm gerade einfallen. Die BI und die Kirchen sind an allem Schuld.
Warum eigentlich, wenn der Protest der Bevölkerung doch gar nichts bewirkt hat ...?
Kleine Feier der BI in Surwold bei Behnen.

Fortsetzung folgt ...
© BI Saubere Energie e. V. I Stemmer
Chronologie (PDF)

Bürgerinitiative Saubere Energie Dörpen zieht Bilanz am 29.01.2010