Ems-Zeitung vom 17.08.2011

Leserbrief

Kraftwerk: Neues Leben für alte Pläne?

Bernd Lorenz aus Dörpen erklärt, warum er eine Wiederbelebung der Pläne für ein Steinkohlekraftwerk für möglich hält:

„Ich befürchte, dass alte Pläne zum Bau eines Kohlekraftwerkes in Dörpen nach der Kommunalwahl im September wiederbelebt werden könnten. Die Mitglieder der CDU-Mehrheitsfraktion im Dörpener Gemeinderat halten strikt an ihrer bisherigen Industrieansiedlungspolitik fest. Nach meiner Auffassung gibt es seitens der CDU in Dörpen nach wie vor kein klares Nein zur Kohlekraft.

Sowohl die CDU in Dörpen als auch auf Emslandebene weigern sich, den Brennstoff Kohle aus dem Raumordnungsprogramm des Landkreises herauszunehmen. Dörpen ist demnach weiterhin potenzieller Standort für ein Großkraftwerk, bei freier Brennstoffwahl.

Das Grundstück, auf dem das Kohlekraftwerk gebaut werden sollte, befindet sich noch immer in der Hand des Investors Energie Baden-Württemberg AG (EnBW). Sämtliche Pläne zum Bau als auch die Einwendungen der Bürger liegen nach wie vor in der Schublade und müssten nur herausgeholt und weiterbearbeitet werden.

Außerdem hat die Bundesregierung angekündigt, dass sie nach dem Atomausstieg mit Geldern aus dem Klimafonds, für mich völlig unbegreiflich, auch Kohlekraftwerke subventionieren will. Die EnBW als Betreiberin von Atomkraftwerken schreibt derzeit Verluste
und sucht nach Lösungen, die Kassen wieder zu füllen. Was liegt hier näher, als alte Pläne zum Bau eines Kohlekraftwerkes weiterzuverfolgen?

Das Einzige, was fehlt, damit alte Pläne wiederbelebt werden können, ist ein Wärmeabnehmer. Aber auch der lässt sich finden, wenn die EnBW nur intensiv genug danach sucht. Und vielleicht gibt es den ja auch schon …“

Bernd Lorenz
Dörpen
 

KEIN ENDLAGER!

 

Impressionen