Bürgerinitiative 

Zum 03.07.07 hatte die sich bildende Bürgerinitiative gegen das Kohlekraftwerk in Dörpen im Gasthaus "Good Times" in Aschendorf zu einer Arbeitssitzung geladen. Statt der erwarteten kleinen Gruppe von Aktiven fanden sich aber über 60 Bürger ein, die aktiv etwas gegen die Planung des Klimakillers in Dörpen unternehmen wollten.

Die Motive der Anwesenden für ihren Widerstand gegen das Kraftwerk waren durchaus unterschiedlich. Ein Teil der Anwesenden sprachen sich vor allem wegen der Belastungen für die Bewohner der umliegenden Gemeinden, wie z. B. die Gefährdung der Gesundheit durch Feinstaub und Lärm gegen das Projekt aus. Vor allem aber wurde kritisiert, dass dieses Projekt mit seinem CO2-Ausstoß allen Zielen zur Verhinderung der Klimakatastrophe Hohn spricht. Es wurde betont, dass erneuerbare Energiequellen und die Kraft-Wärme-Kopplung genügend Alternativen bieten, so dass niemand Sorge haben müsse, dass eines Tages die Lichter ausgehen könnten.

Auch das Arbeitsplatzargument ließen die Teilnehmer nicht gelten. Im Gegenteil: das Projekt gefährde die Arbeitsplätze in der aufkeimenden Tourismusbranche und biete auch für Nordland keinen Mehrwert.

Die Versammlung benannte Ansprechpartner für die einzelnen Orte: Diese Kontaktpersonen bilden ein vorläufiges Leitungsgremium bis zur öffentlichen Konstituierung der Bürgerinitiative am 4.September im Gasthaus Westhus, Dörpen. Ein Teil dieser Ansprechpartner stellte sich gestern vor dem Dörpener Rathaus der Presse.

Der Umweltausschuss des Kreistages wird sich auf einer öffentlichen Sondersitzung am Montag, den 09.07.07 um 15 Uhr in der Aula der Berufsbildenden Schulen Meppen mit diesem Thema beschäftigen. Die Vertreter der Grünen werden die Herausnahme des Großkraftwerkes aus dem Landesraumordnungsprogramm beantragen. Die Verankerung in diesem Plan ermöglicht den Planern eine Realisierung des Projektes unter verringerter Bürgerbeteiligung. 

KEIN ENDLAGER!

 

Impressionen